Lonicera caprifolium – eine instrumentale Oper in fünf Akten*

Von Hans-Ulrich Heuser



Lonicera caprifolium, eine Oper ohne Gesang, ist ein absurdes, ein dadaistisches Hörstück.
Was bei Gründung der Dada-Bewegung im Cabaret Voltaire in Zürich 1916 tatsächlich geschah, bleibt mangels Bild- und Tonaufnahmen, weitgehend im Dunkeln. Aus schriftlichen Aufzeichnung der Dada-Protagonisten ist zu erfahren, dass es von Beginn an musikalische Aufführungen in einem erweiterten Verständnis gab. Daran hat sich nichts verändert, auch heute setzen diejenigen, die Dada weiterleben lassen, Musik und musikalische Elemente in vielfältiger Ausprägung ein. Lonicera caprifolium ist eine Oper ohne Gesang, in dem die Sprache nichts anderes ist, als Töne und Klänge, oder umgekehrt, Töne und Klänge nichts anderes sind, als Sprache und Ausdruck. Folglich ist die Partitur nur eine Idee dessen, was und wie letztlich entsteht.

An der musikalischen Urversion von Lonicera caprifolium haben am 27.6. 2025 mitgewirkt:

Johannes Brockmann – Posaune
Thomas König – Bassklarinette
Akkordeon – Guido Schlösser
Violoncello – Ludger Schmidt
Sax und Trommel – Richard Ortmann

Sprecher und Sprecherin:

Axel Holst
Uta Holst-Ziegeler
Wolfram Boelzle

Idee und Libretto – Hans-Ulrich Heuser
Produktion: Mark Rabe, Sound Exit Studio, Dortmund
Realisation und Regie: Richard Ortmann, Dortmund

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